Fotofallenmonitoring

Im April 2017 haben wir mit dem großflächigen Fotofallen-Monitoring gestartet. Nach einer ersten mehrwöchigen Pilotphase ist das Studiendesign nun finalisiert und kann die nächsten zwei Jahre angewendet werden, um einen Eindruck über die relative Dichte, das Geschlechterverhältnis und die Reproduktionsrate zu ermitteln.

Während der nächsten zweieinhalb Jahre werden wir mit zwei Fotofallensets a 25 Fotofallen über das Rotwildgebiet wandern. Dazu wurde über das Rotwildgebiet Nordschwarzwald ein 5x5 km Raster gelegt (Abbildung rechts). Innerhalb jeder der 44 Rasterzelle befinden sich in einem Abstand von jeweils einem Kilometer 25 Punkte. An jedem Punkt wird in einem Umkreis von ca. 50 Metern ein passender Standort für die Fotofalle (Wechsel, Rückegasse, etc.) gesucht. Dann wird jeweils eine Fotofalle für drei Wochen aufgehängt und die umliegenden Bestandesparameter werden aufgenommen (Abbildung unten). Die Standorte werden nur einmal zum Auf- und einmal zum Abbau aufgesucht um die Störung auf der Fläche möglichst gering zu halten. Die Auswahl der zu beprobenden Rasterzellen erfolgt zufällig, um zu vermeiden, dass bestimmte Rasterzellen immer zur gleichen Jahreszeit beprobt werden. Nachdem alle Rasterzellen einmal beprobt wurden, beginnt der Durchlauf von neuem, so dass in den nächsten zweieinhalb Jahren alle Rasterzellen zwei Mal untersucht werden können.

Nach dem Abbau der Kamera und dem Auslesen der Fotofallenbilder werden diese sortiert und nach Tierart, Anzahl, Geschlecht und Alter der einzelnen Tiere klassifiziert. Mit diesem Datensatz können dann Aussagen über die relative Dichte, das Geschlechterverhältnis und die räumliche Verteilung im Rotwildgebiet getroffen werden.

Auf dieser Seiter werden wir immer versuchen Ihnen aktuelle Bilder aus dem Fotofallenmonitoring der zuletzt beprobten Rasterzellen zu präsentieren. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei!

 

Das Fotofallenmonitoring-Design ©FVA
Das Fotofallenmonitoring-Design